Im April ist die Idee für diese Organisation entstanden. Jetzt gründeten 88 Mitglieder den Verein und stellten einen bekannten Bräunlinger an die Spitze.
Noch in der Funktion als Sprecher des Vorbereitungsteams begrüßte Berthold Geyer die angemeldeten Mitglieder und etliche Gäste, darunter Sigrid Hall, (Nachbarschaftshilfe Aasen-Heidenhofen), Susanne Maier (Sozialraumplanung Landratsamt), Susanne Bucher (Sozialraumplanung Hüfingen), und Marco Kuhn-Schönbeck (Netzwerk Nachbarschaftshilfe). Er bedankte sich für deren Unterstützung in der Vorbereitung.
Im vollen Saal der Pfarrgemeinde spiegelte er kurz den Weg von der Idee bis zur heutigen Gründung des Vereins. Bürgermeister Micha Bächle, selbst Mitglied des neuen Vereins, übernahm die Leitung der Gründungsversammlung. Er hob die Bedeutung eines solchen Vereins für die Gesamtstadt Bräunlingen hervor und sah diesen künftig als eine wesentliche Säule im Konzept "Altern in Bräunlingen" , das von der Stadt im Verbund mit Kooperationspartnern begonnen wird.
Konzept und Aufgaben
Berthold Geyer stellte das Konzept des neuen Vereins vor: "Hilfe zu geben für Menschen in Bedrängnis, in Notlagen, bei Bedürftigkeit oder einer plötzlich eingetretenen Zwangslage gehört zu den unverzichtbaren Merkmalen lebendiger und lebenswerter Gemeinden" und die "Nachbarschaftshilfe ist eine Möglichkeit, diesem Anliegen Ausdruck und Gestalt zu geben", so beschreibt der Verein das Konzept seines künftigen Wirkens. Das werde sich in vielfältigen Leistungen ausdrücken, die man anbieten werde.
Tätigkeitsbereiche sind unter anderen die Versorgung und kurzzeitige Betreuung zu Hause, Einkäufe und Besorgungen, Fahrten zum Arzt, zur Behörde, zur Kirche, zu Veranstaltungen und mehr. Auch Spaziergänge, vorlesen, Gespräche, Unterstützung bei Gartenarbeit und Winterdienst in Notfällen, Versorgung und kurzzeitige Betreuung von Kindern, beispielsweise bei Erkrankung eines Elternteils, gehören dazu.
Auch Hilfestellung beim Umgang mit digitalen Medien sowie Hilfe in wirtschaftlichen Notlagen, im rechtlichen Rahmen, sollen angeboten werden. Ehrenamtliche Helfer werden entsprechend ihren Fähigkeiten ihre Unterstützung für Hilfsbedürftige anbieten. Die Helfer werden vom Verein regelmäßig geschult, sind über diesen versichert und erhalten für ihre Leistungen eine Ehrenamtsvergütung im Rahmen der gesetzlichen Übungsleiterpauschale.
Klaus Gaßmann präsentierte, digital unterstützt, den Entwurf der Vereinssatzung, die im Anschluss einstimmig von den anwesenden Mitgliedern beschlossen wurde. Auch der folgende Beschluss der Vereinsgründung wird einstimmig verabschiedet. Micha Bächle wurde zum Wahlleiter gewählt und führt daraufhin durch die Wahl des neuen Vorstands. Die jeweiligen Kandidaten stellen sich und ihre Motivation für die Arbeit im Vorstand kurz vor.
Der Gründungsvorstand
Einstimmig gewählt werden: Berthold Geyer , 1. Vorsitzender, sein Stellvertreter wird Norbert Knöpfle, Karin Zähringer übernimmt das Amt der Kassiererin, Schriftführer wird Matthias Werner. Zu Beisitzern werden ebenfalls einstimmig Klaus Gaßmann, Monika Winterhalder, die auch die fachpflegerische Aufsicht übernimmt, Carola Albicker und Stephanie Engesser gewählt. Der Vorstand wird Anita Dold zur Einsatzleitung berufen, die künftig die Organisation der Hilfeleistungen sowie die Abrechnungsverfahren aller Beteiligten übernehmen soll. Sie ist unter der Telefonnummer 0176/43889297 erreichbar.
Anita Dold verwies auf die große Nachfrage zu den Fortbildungs-Kursen für die Helfer, die ab Januar 2026 beginnen werden und merkte an, dass es im Interesse des Vereins sei, dass alle Helfer diesen Kurs absolvieren sollen, um kompetent und respektvoll die erwarteten Hilfeleistungen geben zu können. Stolz berichtete sie, dass sich schon über 60 Helfer zur aktiven Mitarbeit eingetragen haben.
Mitgliedsbeiträge, Stundensätze und Fahrtkosten
Die Versammlung beschloss einen Jahresbeitrag sowohl für persönliche als auch fördernde Mitglieder von zwölf Euro. Die Kosten für die Klienten (Hilfebedürftige) sollen bei 13,50 Euro pro Stunde liegen, davon wird der Helfer 11,50 Euro pro Stunde erhalten. Mit der Differenz sollen die Kosten des Vereins bestritten werden.
Wie geht es weiter?
Um die Hilfeleistungen im 1. Quartal 2026 starten zu können, bedarf es noch einiger bürokratischer Maßnahmen, die zu bewältigen sind. Unter anderem die Eintragung in das Vereinsregister sowie die Beantragung der Gemeinnützigkeit. Hier habe man allerdings schon ein erstes positives Signal erhalten, die Anerkennung des Vereins bei den Krankenkassen und Sozialversicherungsträgern, um die Leistungen abrechnen zu können, sowie den Aufbau einer digitalen Infrastruktur.
